Von Anarchie und Dinosauriern

Man kennt das ja. Getrieben von der Gier nach neuen Eindrücken und Wissen oder einfach von Langeweile, die dir sagt: „Alter, eigentlich bist du nichts als ein fauler Spasst.“ bewegt man sich zum Buchladen und konsumiert ausnahmsweise mal mit einem guten Gefühl. Irgendwann kommt dann wieder der faule Spasst in dir hoch, und lässt dich von allem träumen, was mit Freunden und anderen Drogen zu tun hat – keinesfalls jedoch mit Gehirnaktivität und sonstigem übermäßigem ATP-Verbrauch. Die Lektüre endet dann entweder während das lyrische Ich dem Leser einen Rückblick in seine Kindheit gibt oder kurz vor der allumfassenden politischen Erkenntnis (je nach Buch).

Dies soll der Anfang sein, euch Bücher, die hierbei eine Ausnahme darstellen, kurz vorzustellen.

DIY - Von Anarchie und Dinosauriern

Das Buch erteilt erstmal seinen großen Brüdern und deren geistigen Vätern eine Absage. Anarchie darf keine Staatstheorie sein, weil das Problem mit jeglichen Staatstheorien zu sein scheint, dass es ihnen an praktischem Potential mangelt. Zwar gehen die Autoren teilweise etwas weit, weil es z.B. nicht schlecht sein muss, Staatsformen und menschliches Handeln zu untersuchen, alles in allem ist die Idee, zu handeln, statt Parolen zu schwingen und um Mitstreiter zu werben, wie es die Dinosaurier tun, die richtige. Dinosaurier? Einzelne und Bewegungen, die nach Masse streben, kurz, die entweder ihre Energie in Kompromissfindung oder Mission stecken, während jeder Einzelne seine Überzeugung aufgibt.

Es wird deutlich, dass Anarchismus nichts sein sollte, als eine Glaube, für den sich jeder selbst predigt: „Scheiss auf Gott und den Priester [und andere hohe Herren]. Lass uns selber was starten.“ Dass Menschen ihre Vernunft nur nutzen können, wenn sie auf diese Art – selbstständig – denken, sollte klar sein. Nachdem man den Gedanken verinnerlicht hat, gibts dann noch ein paar schöne Beispiele zur praktischen Anwendung.

Mir persönlich gefällt das Kapitel zu amerikanischen Soldaten am besten, die in Vietnam ihre Offiziere erschossen haben und andere Meutereien.

Shoot your officers!

Auch in diesem Buch gehen die Zapatistas wieder als eine Art ThinkTank voran. Hierzu abschließend eine „zapatistische Kindergeschichte“ für euch.

Die Geschichte von der kleinen Maus und der Katze

Und dann sah die kleine Maus das Käsestückchen, die Milch und den kleinen Fisch. Es gab alles, was sie wollte, aber es war in der Küche. In die Küche konnte sie aber nicht, weil die Katze es ihr nicht erlaubte. Da sagte die kleine Maus „Jetzt ist aber genug!“, nahm ein Maschienengewehr und erschoss die Katze.