Archiv für Oktober 2009

Exklusiv:

Neuer Entwicklungshilfeminister entwickelt nun an Deutschland rum.

Wer die Weltwirtschaft verfolgt weiß genau: Wo die FDP und ihr Wirtschaftsmodell auftauchen, entwickelt sich alles wie von der unsichtbaren Hand Gottes gesteuert. Dessen Vertreter auf Erden ist nun „Dirk Niebel“.

Was die FDP unter Entwicklungshilfe versteht und für wessen Interessen sie eintritt wird bei den heutigen Aussagen schnell deutlich. Mit Steuererleicherungen hat die GroKo ihr politisches Repertoire schon ausgeschöpft, könnte man meinen. Neeeiiin. Wer hat denn immer Behauptet Entwicklungshilfe sei was für die Armen und Schwachen dieser Welt. Den Schritt, China die Entwicklungshilfe zu kürzen kann man ja verstehen, aber die Begründung „Armutsbekämpfung ist für Deutschland wichtiger denn je. Das heißt, unsere Mittel zu konzentrieren und wirksam dort einzusetzen, wo es am meisten Not tut“ ist etwas komisch. Naja. Und wo tut es am meisten Not? Wo es die lieben Wähler gibt und dort wo es Bildzeitungslesernationalisten gibt. =)

P.S.: Exklusiv²: Aufatmen in den Entwicklungsländern. FDP will Kolonialpolitik einschränken und sich nur noch auf Protektionismus beschränken.

souverän frau kanzlerin

heftig

Schwarzmarktwaffen

Spitze, wie man hierzulande mit der harten afghanischen Realität konfrontiert wird. Nachdem unsere Polizei ihr Talent nun an den Hindukusch transportiert wundert man sich, dass da plötzlich unsere Waffen auf dem Schwarzmarkt auftauchen.

Dort arbeitet man wohl weniger gern für die Durchsetzung unserer Vorstellungen von Recht und Ordnung als eher in die eigene Tasche. Wer hätts gedacht. Funktioniert bestimmt auch in anderen Bereichen gut. Jedenfalls wäre ich dafür, dass man auch in Afghanistan ab jetzt unangekündigte Hausbesuche zur Pflicht macht um zu sehen ob Waffen und Munition auch an ihrem Platz sind. Oder, da die ganze Sache wohl sowieso zu risikoreich ist: Die afghanischen Polizisten müssen ihre Waffen wieder beim nächsten Bürgerbüro abgeben und bekommen dafür ein paar Öcken. So weiß man dann wenigstens, wer die Dinger auf den Schwarzmarkt geschleppt hat.

Mit unglaublichem Weitblick betrachten BILD und GdP das Problem:

Waffen-Skandal bedroht unsere Soldaten

[…]
Pikant: Die Pistolen werden offenbar auch in Nord-Afghanistan verkauft, wo die Bundeswehr stationiert ist.

Experten und Gewerkschaften reagierten geschockt auf die Enthüllungen. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sprach von einem „Risiko für die eingesetzten Deutschen“ in Afghanistan.
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