X-Haken

So, nach viel Rumgereise gibts bald Infos von diversen Kongressen und Nationalismus-Diskursen. Nun besinnen wir uns aber erstmal, warten darauf, dass wir die XP-Installations-CD an‘n Start bringen um endlich wieder dieses grässlige Windows 7 beseitigen zu können und lauschen den Worten des Herren.

Es war nur ein Haken bei der Sache, und das war der X-Haken. X besagte, dass die Sorge um die eigene Sicherheit angesichts realer, unmittelberer Gefahr als Beweis für fehlerloses Funktionieren des Gehirns zu werten sei. Orr war verrückt und konnte fluguntauglich geschrieben wergen. Er brauchte nichts weiter zu tun, als ein entsprechendes Gesuch zu machen; tat er dies aber, so galt er nicht länger mehr als verrückt und würde weitere Einsätze fliegen müssen. Orr wäre verrückt, wenn er noch weitere Einsätze flöge, und bei Verstand, wenn er das ablehnte, doch wenn er bei Verstand war, mußte er eben fliegen. Flog er diese Einsätze so war er verrückt und brauchte nicht zu fliegen; weigerte er sich aber zu fliegen, so mußte er für geistig gesund gelten und war daher verpflichtet, zu fliegen. Die unübertreffliche Schlichtheit dieser Klausel der X beeindruckte Yossarián zutiefst, und er stieß einen bewundernden Pfiff aus. „Das ist so ein Haken, dieser X-Haken“, bemerkte er.

Wer zur Zeit an Lektürenarmut leidet, dem sei „Catch 22“ empfohlen. Die Bombe.

Demnächst gibt’s dann was über lustige Antideutsche, also immer schön vorbeischaun. So viel sei vorweg genommen. Nicht nur die „jüdische Weltverschwörung“ ruft Abspacker aller couleur auf den Plan, nein, auch die „antijüdische Weltverschwörung“ scheint immer mehr zum Cosmopolitikum zu werden.