nochma was zu leistung

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uuuund das…

Der 1.Mai begann wiederholt sehr früh. Gegen 9:30 Uhr versammelten sich ca. 100 bis 150 GewerkschafterInnen im linksalternativ geprägten Stadtteil Connewitz und zogen von hier unter Klängen nostalgischer Arbeiterfolklore zum Augustusplatz (Innenstadt). Hier sollte das zentrale Fest der DGB Gewerkschaften stattfinden. Eine arbeitskritische Gruppe nahm dies zum Anlass, um sich kritisch mit dem diesjährigen Aufruf des DGB „Gute Arbeit“ auseinandersetzen. Unter dem Slogan „Gute Arbeit ist auch keine Lösung“ setzte mensch den GewerkschafterInnen eine symbolische und inhaltliche Ablehnung entgegen. Auf Höhe des DGB Volkshauses platzierten sich die DemonstrantInnen und begrüßten die arbeitsaffinen DGB’lerInnen mit Liegestühlen, Cocktails und einem Transparent „Proletarier aller Länder macht Feierabend“. Die Reaktionen waren hierbei durchaus gemischt, sie reichten von totaler Ablehnung („Ihr habt nichts verstanden!“) bis zu nachdenklicheren Tönen („Gute Arbeit ist im Kapitalismus nicht möglich“). Ziel der Aktion war eine arbeitskritische Intervention im Rahmen der Maifeierlichkeiten sozialdemokratischer und linker Gruppen/Organisationen.