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kiz zur bildungsfrage

haha. gerade entdeckt: das straßenauszucker-interview mit kiz

besonders gefällt mir der abschnitt zur bildung …

Was bedeutet für euch Bildung und erfüllt sich diese Vorstellung im aktuellen Schulsystem?
Bildung sollte uns mündig, kritisch, solidarisch, mitfühlend und anziehend für das andere Geschlecht machen. Das alles macht unser Schulsystem ab und zu mal. Die Zeit, die man auf die Grundschule geht, soll hier verkürzt werden, das heisst eine frühere Trennung von Pennern und Bankern. Ich könnte jetzt schön schwafeln, aber ich denke, das Problem ist, dass unser System nur eine sehr geringe Anzahl an mündigen, kritischen, solidarisch mitfühlenden Menschen braucht. Wenn sowas zum Strassenkehren nötig wär, würden wir ein spitzenmässiges Schulsystem haben!

… die folgende aussage zum publikum …

Checkt das auch euer Publikum?
Das ist minderjährig und voll besoffen, das will nur noch gefickt werden. […]

… und das ende:

Hast du noch abschließende Worte für unsere Leser_innen?
Nein, ich bin komplett leer, mein Körper ist eine Hülle, die den Dunst meiner Seele ab und zu Gassi führt.

(Ich hab gut was weggekürzt. Wer mit kiz nich ganz so einverstanden is sollte sich das ding ganz reinziehn ;) )

gute vorsätze

Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.

Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg

zustimmung

muss ich zu diesem Abschnitt im Text der CampusAntifa Ffm geben.

Auch unter denen, die sich nach eigenem Em­pfin­den nicht bloß nach einem Sitzplatz in der nächsten Lehrveranstaltung oder einem besser vor­strukturierten Studienplan sehnen, sondern eine soziale, gerechte und kritische Bildung wollen, herrscht offenbar weitreichendes Unverständnis dessen, was das Geforderte eigentlich bedeutet und unter welchen Bedingungen es sich realisieren könnte.

Die bevorstehenden Besetzungen und Streiks in der Protestwoche im Dezember bieten Gelegenheit, sich genau dieser Problematik zu stellen. Es kann nur zu raten sein, mit dem Richtigrechnen bundes­politischer Integrationsstrategien aufzuhören und sich Zeit für eine Positionsbestimmung jenseits realpolitischer Debatten zu nehmen. Vielleicht wird man dabei ausmachen können, wie eine kritische Praxis angesichts der Tatsache aussehen kann, dass selbstorganisierte und selbstbestimmte Bildung nicht durch Petitionen an den Staat erreicht wird, sondern gegen ihn erkämpft werden muss.

Nach mehreren Wochen teilnehmender Beobachtung muss ich zu dem Ergebnis kommen, dass die Energie vielleicht doch irgendwo besser investiert wäre. Vielleicht Banden bilden. Liest man doch immer auf den Pipi-Langstrumpf-Pullis.

http://www.jpberlin.de/iromeister/blog/bildet_banden.jpg