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nochma was zu leistung

edit:
uuuund das…

Der 1.Mai begann wiederholt sehr früh. Gegen 9:30 Uhr versammelten sich ca. 100 bis 150 GewerkschafterInnen im linksalternativ geprägten Stadtteil Connewitz und zogen von hier unter Klängen nostalgischer Arbeiterfolklore zum Augustusplatz (Innenstadt). Hier sollte das zentrale Fest der DGB Gewerkschaften stattfinden. Eine arbeitskritische Gruppe nahm dies zum Anlass, um sich kritisch mit dem diesjährigen Aufruf des DGB „Gute Arbeit“ auseinandersetzen. Unter dem Slogan „Gute Arbeit ist auch keine Lösung“ setzte mensch den GewerkschafterInnen eine symbolische und inhaltliche Ablehnung entgegen. Auf Höhe des DGB Volkshauses platzierten sich die DemonstrantInnen und begrüßten die arbeitsaffinen DGB’lerInnen mit Liegestühlen, Cocktails und einem Transparent „Proletarier aller Länder macht Feierabend“. Die Reaktionen waren hierbei durchaus gemischt, sie reichten von totaler Ablehnung („Ihr habt nichts verstanden!“) bis zu nachdenklicheren Tönen („Gute Arbeit ist im Kapitalismus nicht möglich“). Ziel der Aktion war eine arbeitskritische Intervention im Rahmen der Maifeierlichkeiten sozialdemokratischer und linker Gruppen/Organisationen.

endlich aussteigen!

nieder mit den regenwaldzerstörern und frühaufstehern. statt zeitung auf den tisch, laptop ins bett und auf zur morgenlektüre:

Chris­toph Ahlhaus (CDU) und Ehrhart Körting (SPD), haben eine enge Zusammenarbeit vereinbart. Gegen den Linksextremismus müsse eingeschritten werden, bevor er »außer Kontrolle gerät«

Aus den »Einzeldelikten von hoher Gewaltintensität wie dem Brandanschlag auf eine Polizeiwache in Hamburg Anfang Dezember sowie der immer höheren Zahl von Brandanschlägen ergibt sich das Bild eines eskalierenden linksextremistischen Gewaltpotentials, das sich terroristischen Vorgehensweisen annähert«, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende der Jungen Union, Jörg Rotter, im Dezember. Er forderte, mit »Präven­tionskampagnen und Aussteigerprogrammen gegen den Linksextremismus ebenso tätig zu wer­den, wie es bereits im Bereich des Rechts­ex­tre­mis­mus geschieht«.

wie kann denn ein gewaltpotential eskalieren? naja zu viel für mich heut morgen …
jedenfalls bin ich glücklich, dass man über diese aussteigerprogramme nun endlich auch für die linke szene nachdenkt. ich hab nämlich auch keinen bock mehr auf dieses ständige elend, dass nur in meinem kopf existiert. wenn ich endlich den weg in ein bürgerliches leben gefunden habe, gehts mir besser. warum kommt man eigentlich erst jetzt auf die idee… warum gabs das bisher nur für rechte?

Vorige Woche ging Köhler in der Sitzung des Haushaltsausschusses noch weiter. Nach den Angaben von Oppositionspolitikern plant die Ministerin Gespräche mit dem Bundesinnenministerium und dem Verfassungsschutz über eine Regelüberprüfung aller Initiativen gegen Nazis. »In der Beratung hat Ministerin Köhler sich eine Regelüberprüfung durch den Verfassungsschutz jeglicher Initiativen, die staatliche Fördergelder bekommen, ausdrücklich vorbehalten«, sagte Sven-Christian Kindler (Grüne).

wird langsam auch zeit, dass der vvn mal die bombenbau-mittel gestrichen werden.

Frank Jansen, der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, sagte: »Wenn man die Brandserien in Berlin und Hamburg sieht, dann ist es nur vernünftig, in beide Richtungen politischer Extreme identische Möglichkeiten für Aussteigewillige anzubieten.« Ihm schweben »Aussteigertelefone« für unzufriedene Linke vor. Der Berliner Innensenator gibt sich aufgeschlossen. »Ich schließe kein Instrument aus. Alles, was Ex­tremisten vom Weg abbringt, sollte man überprüfen«, sagte Körting dem Hamburger Abendblatt. Ein Hauch von Sachkenntnis schimmerte dann aber doch durch, als er hinzufügte, es erscheine im »fraglich«, ob mit Aussteigerprogrammen für militante Linke »nennenswert Potential abgezogen werden kann«. Seine Strategie scheint die Isolierung militanter Linker zu sein: mit »Manpower in die linksextremistische Szene zu kommen und eine klare Trennung der Kriminellen- von der Sympathisantenszene zu erreichen«.

es is geil oder? ich dürfte wohl nicht der einzige sein, der sofort merkt, dass köhler und konsorten sich zuerst ihre eigene realität gemalt haben, und nun ihre ganze politik darauf ausrichten.

Respekt

wie rechte es subtil schaffen ihr komplettes charakterbild rüber zu bringen beeindruckt mich immer wieder.

xD

auf der anderen seite könnte es am 13. doch etwas ungemütlich für die lieben werden. nachdem die staatsmacht heute mal wieder richtig schön ihr gewaltmonopol ausgespielt hat, wird wohl auch die letzte dorfantifa zum internationalen nationaltag mobilisieren…

fährt jemand erst gegen mittag aus westlicher richtung nach dresden? ich hab vormittags leider noch ein date.

hm. für den fall, dass der comment evtl. doch von nem linken kommt, der dem dänischen nicht mächtig ist: der aufruf ist kein aufruf von dänischen nazis zum internationalen nationalistentag… nur dass da keine missverständnisse entstehen.

unibrennt

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Marburg & Heidelberg besetzt!

http://unsereuni.at/?p=5531
http://www.emancipating-education-for-all.org/
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Wer vor lauter Prokrastination ständig nur noch den „Ponyhof“-Link in seinen Favorites anklickt, sollte sich das hier anschaun: Da geht’s nämlich ganz schön ab.

… mit warmen Gedanken in den kalten Winter -.-